Donaurama

Vergangenheit: Ich habe einige Briefe mit Zoltan Puskas (https://nagyvilagban.hu/) gewechselt. Er mag mehrtagige Radtouren veranstalten und er hat über sie einige Bücher geschrieben. Natürlich habe ich sie gelesen, und sie haben mein Interesse erweckt um eine solche Reise zu machen. Da ich neben der Arbeit kaum Zeit habe, kann ich vor allem fürs Wochenende verreisen. Letztes Mal habe ich den Donauradweg in der Slowakei entdeckt, deshalb habe ich jetzt die „übriggebliebene” österreichischen Teile gemacht.

Strecke: Passau – Obernzell – Grünau – Jochenstein – Schlögen – Inzell – Kobling – Haibach – Aschach – Feldkirchen – Puchenau – Linz – Steyregg – Mauthausen – Au – Grein – Persenburg – Emmersburg – Dürnstein – Krems – Tulln – Wien (mit dem Zug) – Mödling

 

(Erfahrungs)Bericht: Mehrtagiges Tour mit Shrek. Ich habe einen Zug von Mödling bis Passau mit 2 Transfern genommen. Während der Reise habe ich meine früher gekaufte Karte, bzw. Streckenabschreibung gelesen. Viele Vorbereitungen habe ich für das Tour nicht gemacht.

Nach dem Ankommen in Passau habe ich sofort ein Bier gekauft. Ich war letztes Mal vor 2 Jahre in Deutschland, und ich habe (auch) die Biere des Landes vermisst. Ich habe mehrere Fehlern gemacht: Flickzeug ist zu Hause geblieben, ich hatte kein mehr Zusatzschlauch zu Hause, und ich habe die Speicherkarte des Gopros auch zu Hause liegenlassen… Als ich die Stadt verlassen habe, mein Freilaufkörper, bzw. Ritzel hat meine Tasche aufgegessen. Es war ein Vergnügen ohne Strassenlicht alle Gepäcke abzunehmen und das Hinterrad auszubauen. Ich konnte die Tasche frei machen und wieder alles auf dem Rad setzen. Dann kam ein Junge, ob ich seine Panne reparieren könnte… Ich musste ihn nein sagen.

 

Später habe ich ein Feuerspiel erwischt. Wer sagt, dass das deutsche Volk keine Gastfreundschaft hat… Sie warten auf den Wanderer mit einem grossartigen Feuerspiel. Während des Spieles habe ich mein tolles Bier getrunken. Danach sollte ich mich beeilen, da es ein viel grösseres Spiel vom Himmel gekommen ist. Ich habe einen teilweise vom Holzhaufen bedeckten Platz für mein Zelt finden. Ich konnte das Zelt nicht zum Boden befestigen, es gab einen grossen Sturm. Das war die 20 km des Toures… Das war ein interessanter Abend.

Nach 1 Uhr war der Sturm nicht so laut, deshalb konnte ich schlafen. Um 5:30 war ich schon auf. Das Morningview war unglaublich. Die Berge sind in Wolken geschwommen (oder umgekehrt). Auf dem linken Ufer gibt es nicht überall Infrakstrukture für Radfahrer, deshalb sollte ich Ufer wechseln. Ich wollte den Fluss beim Kraftwerk überqueren, aber es war noch zu. Später habe ich eine Brücke auch verpasst. Ich habe die dritte Möglichkeit gewählt: man kann dem Schiff Schlöding erreichen. Vor der Fahrt hat mir eine Frau geholfen, und ich konnte die Speicherkarte vom Handy in die Kamera einlegen. So können meine Fans einige gute Schnitten bekommen. 😊

 

Nach Kobling war der Radweg zu. Es gab zwei Optionen: entweder nehme ich wieder das Schiff, oder sammele ich einige Höhenmeter mit dem Anstieg nach Haibach. Ich habe das Letzte gewählt. Ich habe mich sehr gefreut, dass ich ein 32er Zahnrad gekauft habe. Mit 28er wäre das sehr unangenehmer gewesen. In Aschach habe ich den Fluss durch die Brücke überquert. Bei Feldkirchen habe ich die Seen besucht. Es gibt dort auch einen Vitalpark, dessen Zustand schon nicht 100%-ig ist. Der Radweg neben dem Donau war hier wieder sehr spektakulär.

In Linz habe ich einen kleinen Spazierengang gemacht, dann habe ich eine Speicherkarte in MM gekriegt. Und ich habe mich mit einem Zusatzschlauch auch aufrüstet. Für das Stadtprogram habe ich den botanischen Garten besucht. Ich musste zwischen den Tiergarten und den botanischen Garten wählen. Das erste Programm ist besser mit Familie. Allein habe ich lieber die Pflanzwelt angeschaut, und die Schatten genossen. Leider hatte ich für den Lager in Mauthausen keine Zeit. Nachdem Abendessen habe ich die Reise fortgesetzt.

 

Ich wollte ein Bier in Grein haben, aber das schlechte Wetter hat mich überholt. Nach einer Stunde im Regen habe ich einen Rastplatz gefunden. Zum Glück war es bedeckt. Ich habe die Wettervorhersage auf dem Handy angesehen und ich habe mich so entschieden, dass ich dort bleibe. So viele Möglichkeiten hatte ich nicht. Der Regen war viel intensiever als gestern. Mit Gelsen habe ich aber nicht Kalkuliert… Ich war eine gute Gesellschaft für sie. Ich muss mein Schlafsackerl mit einem Netz versorgen.

Panoramabild von Mauthausen

Am Morgen habe ich aufs Ende des Regens gewartet. Ich konnte um 7 Uhr meine Fahrt fortsetzen. Ich wäre lieber im warmen Schlafsack geblieben. Es dauerte eine Weile, bis die Temperatur die 20er Grenze überstiegen hat.

 

Meine Muskeln waren nicht im gleichen Zustand, wie gestern. Einmal gab es sehr schlechten, kalten Wind, dann plötzliche wechselte er in Sonnenschein. Die Gebirgen entlange des Donaus haben die Aussicht märzenhaft gemacht. Die Region von Wachau war auch schön.

Man kann kleine, historische Gemeinden, bzw. Städte entlang des Radweges besichtigen und bewundern. Wegem dem schlechten Wetter habe ich heute nur kleinere Programme gemacht. In Krems habe ich mich bei einer Tankstelle aufgetankt. In Dürnstein der Weg führte durch eine schöne Kaufsstrasse. Dort habe ich einen T-Shirt mit Passau-Vienna gefunden. Ich hoffe, dass die Grösse passen wird. Ich habe einen weinroten T-Shirt in S Grösse gekauft. Sieht sick aus. Körperliche Probleme hatte ich erst am linken Ufer vor Tulln. Die Rennrad-Position war für meinen Rücken schon unangenehm.

 

Das Wetter ist schlechter geworden und in Tulln habe ich den Schild „Bahnhof” gelesen. Mehr habe ich nicht gebraucht. Nach schnellem Ticketkauf konnte ich sofort einen Zug nach Wien kriegen. Die warme Luft war unangenehm auf dem Zug. Aber sie war noch unangenehmer, als ich ausgestiegen bin. Regen, Wind, 16 °C… Knapp 2 Stunden mit Null Energie geriet ich das  Zuhause. Zu Hause konnte ich die Waschmaschine noch einschalten, und das war alles für heute. Die anderen Dinge können noch warten.

Empfehlung: Dieser Radweg bietet alles, was man sich für wohlfühlen braucht. Top-Asphalt, Aussicht, Städte, Sehenswürdigkeiten. Alles ist „benutzerfreundlich” und frei kombinierbar. Man kann die Strecke in umgekehrter Richtung auch schaffen. Aber in diesem Fall kann der Wind mehrere unangenehme Momenten dem „Enduser” verursachen.

 

Video: Video kommt.

 

Entfernung

Day 0 – 23 km

Day 1 -140 km

Day 2 -168 km

Zeit

Br. 1:10 – Ne. 2:20

Br. 7:00 – Ne. 15:20

Br. 8:20 – Ne. 11:30

Geschwindigkeit

Ø : 19,3 – Max: 28,4 kph

Ø : 20,2 – Max: 61,2 kph

Ø : 21,4 – Max: 39,6 kph

 

Bemerkung: Wenn du auf Day klickst, kannst du die Strecke auf Strava anschauen.

 

Bildbericht:

Passau, Altes Rathaus

 

Deutschland, Morning View aus dem Zelt

 

Deutschland, Ansicht auf der Donau

 

Linz, Mariendom

 

Linz, botanischer Garden

 

Josef Baier’s Spiral am Ufer

 

Aschach, Überqueren der Donau

 

Kunstfisch am Ufer

 

Deutschland, Ansicht auf der Donau

 

Persenbeug, Floriankapelle

 

Wachau Region

 

Körperliche Pflichterholung vor Tulln

 

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